Forum 101 - Cannabis – Verhältnisprävention: Was ist wie zu regulieren?

AUSGEBUCHT!!

Die aktuelle Regierungskoalition formulierte in ihrem Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2021, dass die Abgabe von Cannabis an Erwachsene in lizenzierten Fachgeschäften ermöglicht werden soll.

Bereits in dieser Absichtserklärung deutet sich an, dass das vorgeschlagene Modell der Freigabe von einer staatlichen Regulierung des Marktes ausgeht. Was genau und wie es zu regulieren ist, wollen wir mit den Referenten und Teilnehmenden in diesem Forum diskutieren.

Im ersten Beitrag berichtet Roland Simon Erfahrungen mit unterschiedlichen Modellen der regulierten Abgabe. Insbesondere in Nordamerika und in einigen europäischen Ländern wurden bereits Erfahrungen mit der Freigabe von nicht-medizinischem Cannabis an Erwachsene gemacht. Zum Teil gibt es erste Erkenntnisse über Vor- und Nachteile bestimmter Formen und Ausprägungen der Regulierung. Die Schlussfolgerungen sollten in den Überlegungen der Cannabis-Regulierung in Deutschland beachtet werden.

Expert:innen aus den Bereichen Suchtprävention, Suchtberatung, Suchttherapie, Suchtforschung und Sucht-Selbsthilfe sowie weiteren Versorgungsbereichen der Suchthilfe wurden zur Ausgestaltung der geplanten kontrollierten Abgabe von Cannabis befragt. Die Befragungsinhalte umfassten Empfehlungen zur konkreten Umsetzung und Ausgestaltung der geplanten Cannabisregulierung sowie die Bewertung möglicher Konsequenzen. Prof. Dr. Reiner Hanewinkel stellt im zweiten Beitrag die Ergebnisse der anonymen Online-Befragung vor.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen positionierte sich in den vergangenen Jahren zu unterschiedlichen Aspekten der Cannabispolitik. Ein wichtiger Aspekt für die aktuelle Debatte über die Cannabisregulierung ist dabei die Verhältnisprävention. Dr. Peter Raiser stellt die Position der DHS vor und ordnet die Notwendigkeit der Marktregulierung in den umfassenden Forderungskatalog zur Cannabispolitik ein.

Referierende:
Roland Simon, Augsburg
Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung, IFT-Nord gGmbH, Kiel
Dr. Peter Raiser, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V., Hamm

Moderation:
Dr. Peter Raiser, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V., Hamm